Freie Stillarbeit

Freie Stillarbeit – FSA  

 

Seit dem Schuljahr 2013/14 wird an der KRS Rebdorf mit diesem Element des „Marchtaler Plans“, einem reformpädagogischen Konzept für katholische Schulen gearbeitet. 

In einer vorbereiteten Lernumgebung erschließen sich Schüler*innen verschiedene Lerninhalte eigenständig, sie lernen, ihre Aufgaben eigenverantwortlich zu strukturieren und selbst zu überprüfen. Das sind Kompetenzen, die über die reinen Wissensinhalte hinausgehen und für jede Jahrgangsstufe, den weiteren Bildungsweg und ein späteres Berufsleben unerlässlich sind. Gerade in der Phase der pandemiebedingten Schulschließungen hat sich die Relevanz dieser Fähigkeiten gezeigt. 

An der KRS beginnt die Freie Stillarbeit in der 5. Jahrgangsstufe nach den Weihnachtsferien, begleitet die Schüler*innen während der gesamten 6. Klasse und endet in der 7. Klasse nach dem ersten Halbjahr. Beteiligt sind in unterschiedlicher Kombination die Fächer Katholische Religion, Deutsch, Mathematik, Geographie, Biologie, Geschichte und IT. Von den jeweiligen Fachschaften wurden hierfür „Kisten“ erstellt, in denen sich alles erforderliche Material für die jeweilige Arbeitseinheit findet. Die Kisten haben unterschiedliche Farben, was die Zuordnung zu den einzelnen Fächern erleichtert, zumal sich diese Farben weitgehend auch in den Heftumschlägen der Fächer wiederfinden. Inhaltlich reichen die Kisten von Material zur Wiederholung, zur Übung, aber auch zur Erarbeitung neuer Inhalten. Hauptsächlich sind die Aufgaben in Einzelarbeit zu erledigen, es gibt aber auch Partnerkisten, die zu zweit oder mehreren abgearbeitet werden können. 

Die Freie Stillarbeit gliedert sich in Arbeitszeiträume, die den Wochen zwischen den Ferien entsprechen. In diesen Zeiträumen wird den Kindern eine festgelegte Anzahl von Kisten zur Verfügung gestellt, die sie anhand von Arbeitsplänen bearbeiten müssen. 

Die „Freiheit“ der FSA besteht vor allem darin, die Reihenfolge der Bearbeitung selbst zu bestimmen und zu wählen, wo man arbeiten möchte. „Frei“ bedeutet nicht, dass man sich entscheiden kann, ob man die Kisten überhaupt bearbeiten möchte. Ebenso verpflichtend ist die eigenverantwortliche Kontrolle der Arbeit mit Hilfe einer vorgefertigten Lösung, die man von der jeweiligen Lehrkraft bekommen kann. 

Die Bedeutung, die der FSA beigemessen wird, zeigt sich auch daran, dass sie zur Leistungsmessung herangezogen wird. Den Schüler*innen soll so vermittelt werden, dass sie mit der gewissenhaften Erledigung der Aufgaben auch selbst Verantwortung für ihr Wissen und die daraus folgenden Leistungen übernehmen. Auch in den Zeugnisbemerkungen erhalten Eltern und Kinder ein Feedback über die Leistungen in der FSA. Die Eltern selbst werden an einem Elternabend zu Beginn der FSA in der 5. Klasse ausführlich informiert. 

Auch die Freie Stillarbeit ist Anforderungen ausgesetzt, die Veränderung nötig machen.  Daher wird das FSA-Material immer wieder bearbeitet, variiert und optimiert. So ist es möglich, neuen Themen, technologischen Entwicklungen, der Forderung nach mehr Nachhaltigkeit und der Notwendigkeit, teilweise auch online zu arbeiten zu müssen, auch in der Freien Stillarbeit gerecht zu werden.  

Eindrücke aus der FSA: