Kreuzweg vor Ostern

Kreuzweg vor Ostern

Kreuzweg vor Ostern

Auch in diesem Schuljahr endete der Unterricht vor den Osterferien mit einer gemeinsamen Kreuzwegandacht aller SchĂŒlerinnen, SchĂŒler und LehrkrĂ€fte. Der Blick auf das Leiden Jesu bei seinem Kreuzweg will Menschen sensibel machen, Leiden anderer wahrzunehmen und ihnen die Kraft geben, solidarisch gegen das Leid zu handeln.

Mit beschrifteten „Steinen“ wurde eine Mauer errichtet. Das erleben viele Menschen zu allen Zeiten. Da sind der Hass und die Ausgrenzung, da sind Vorurteile und LĂ€stereien, die uns voneinander trennen und einige ausschließen, da sind andere „Steine“, die uns den Weg zueinander versperren.

Mauern machen einsam – Mauern schĂŒren Angst – Mauern fĂŒhren zu Konflikten.

Im neutestamentlichen Brief an die Epheser heißt es: „Jesus Christus ist unser Friede. Er vereinigte alle und riss die trennende Wand der Feindschaft nieder.“ Hier geht es um Versöhnung:

  • Hier behĂ€lt die Liebe das Wort, gegen allen Hass.
  • Hier wird Gemeinschaft eröffnet, gegen alle Feindschaft.
  • Hier werden Wege zueinander aufgetan, gegen alle Mauern der Ab- und Ausgrenzung.

Der Kreuzweg ist insofern weit mehr als eine Erinnerung an lang Vergangenes. Er will uns hineinholen in das Heute unserer Welt, im Großen wie im Kleinen. Die „gebaute Mauer“ in unserer gottesdienstlichen Feier wurde durch das Kreuz aufgebrochen und niedergerissen. Dass dies in unserem Leben tĂ€glich neu Wirklichkeit werden kann, das ist der Auftrag und die Botschaft des Kreuzweges.

Andreas Völker

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